Aktuelles
Der rot-grüne Koalitionsvertrag steht: Neue Perspektiven auch für Siegen-Wittgenstein
Der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen Siegen-Wittgenstein begrüßt die Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer rot-grünen Minderheitsregierung in NRW. Die Kreismitgliederversammlung empfahl ihren Delegierten einstimmig die Unterstützung des Koalitionsvertrages auf dem Landesparteitag in Neuss.
„Der Vertrag trägt eine starke grüne Handschrift und wird auch Siegen-Wittgenstein neue Perspektiven eröffnen“, erklärt das Sprecherteam Dr. Peter Neuhaus/Florian Kraft. So zum Beispiel im Bereich der Bildung: „Wir werden nun die Rahmenbedingungen bekommen, um vor Ort Elemente unseres bildungspolitischen Manifestes für Siegen-Wittgenstein umsetzen zu können. Wir wollen neben längerem gemeinsamem Lernen an einer Schule für Alle auch eine qualitativ und quantitativ bessere U3-Betreuung in der Region etablieren.“ Die Schulen in unseren Kommunen werden Spielräume für eine Schulentwicklung „von unten“ erhalten und können eigene Konzepte für eine gemeinsame und inklusive Bildung verwirklichen. Zudem wird der Weg für Schulverbünde geebnet, so z.B. für die Einrichtung einer Gesamtschule in Freudenberg. Die schulische Bildung soll darüber hinaus einen starken „Unterbau“ bekommen. Mit der Revision des KiBiz werden die Voraussetzungen für eine bessere frühkindliche Bildung geschaffen.
Von einer sozial gerechten Hochschulpolitik werden ferner die Studierenden der Universität Siegen profitieren. So ist zum Wintersemester 2011/12 die Abschaffung der Studiengebühren in NRW geplant. „Eine frühere Umsetzung lässt der Zeitplan höchstwahrscheinlich nicht zu“, erklärt MdL Johannes Remmel, als parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen NRW Mitglied der Verhandlungsgruppe. „Wir müssen eine angemessene Gegenfinanzierung gewährleisten.“
Ein weiterer Baustein des Koalitionsvertrages ist die geplante Konsolidierung für die durch Altschulden besonders belasteten Kommunen. „Da auch in Siegen-Wittgenstein die Handlungsfähigkeit vieler Kommunen massiv bedroht ist, begrüßen wir ein rasches Handeln der künftigen Landesregierung“, betonen Neuhaus/Kraft. „Dazu zählt auch der Erhalt bzw. die Ausweitung der Gewerbesteuer zu einer kommunalen Wirtschaftssteuer.“
Der Kreisverband begrüßt darüber hinaus die geplante Neuorientierung im Bereich der Verkehrspolitik. So soll neben einer Stärkung des ÖPNV – darunter die finanzielle Unterstützung unserer Kommunen bei der Einführung eines Sozialtickets – dem Erhalt des bestehenden Straßennetzes klare Priorität eingeräumt werden. Zudem werden regional umstrittene Straßenbauprojekte – darunter die FELS – einer kritischen Betrachtung unterzogen. Es soll sichergestellt werden, dass Untersuchungen zu alternativen Varianten wie dem Ausbau bestehender Straßen oder anderen Netzlösungen in Auftrag gegeben werden.
Schließlich setzt der Vertrag neue Maßstäbe im Bereich von Umwelt- und Klimaschutz. „Die wechselseitige Integration von Wirtschaft und Umweltschutz wird auch in Siegen-Wittgenstein zu einem wichtigen Eckpfeiler für die Zukunft werden. Dass insbesondere Energieeffizienz und der Ausbau regenerativer Energien für unsere Unternehmen eine entscheidende Rolle spielen, haben wir im Rahmen unserer Grünen Tour durch die heimischen Betriebe vor Ort erfahren“, so Neuhaus/Kraft. Zur Umsetzung der Klimaschutzziele wird ab der kommenden Woche in Nordrhein-Westfalen der erste Klimaschutzminister Deutschlands aktiv werden. Der Grüne Kreisverband Siegen-Wittgenstein freut sich besonders darüber, dass mit Johannes Remmel unser heimischer Landtagsabgeordneter für dieses Ministerium nominiert wurde. Neben dem Bereich Klimaschutz werden auch Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zu seinen künftigen Aufgaben gehören.
Für BLB - gegen FELS
Die von Wissenschaftlern der Universität Heilbronn gestartete Initiative zur Wiedereinführung alter Autokennzeichen hat ohne Zweifel einen besonderen Charme. Mit der Rückkehr des BLB-Kennzeichens würde ein Stück regionaler Identität ins Wittgensteiner Land zurückkehren. Insofern sehe ich diese Initiative sehr positiv, zumal die Umsetzung sehr wahrscheinlich mit vergleichsweise geringem Aufwand möglich sein wird.
Ich habe daher die Berichterstattung zur Umfrage der Heilbronner Initiative in der Bad Berleburger Innenstadt mit Interesse verfolgt, bin bei der Betrachtung des zugehörigen Bildmaterials aber stutzig geworden. Dort sieht man ein großes Transparent mit der Aufschrift „Wittgenstein für BLB und ProFels“. Für mich drängt sich dabei die Frage auf, warum hier plötzlich die FELS-Diskussion aufs Tableau gehoben wird, obwohl sie mit der Frage nach dem BLB-Kennzeichen aber auch rein gar nichts zu tun hat. Offensichtlich versucht man, die Meinung der Wittgensteiner Bürgerinnen und Bürger, die einer BLB-Wiedereinführung zu großen Teilen sehr positiv gegenüber stehen, gezielt zu instrumentalisieren, um den Menschen in Siegen-Wittgenstein den vermeintlichen Wittgensteiner Wunsch nach einer Fernstraße zu verkaufen. Aus meiner Sicht ist dies lediglich ein plumper und wenig erfolgreicher Versuch, die von allen Seiten immer wieder betonte „schweigende Mehrheit“ der Fernstraßen-Befürworter in den Fokus zu rücken. Aber warum soll ein BLB-Befürworter gleichzeitig auch die FELS wollen? Es ist für mich vollkommen unverständlich, dass die hervorragende wissenschaftliche Arbeit der Heilbronner Hochschule hier für Straßenbau-Propaganda missbraucht und somit ein völlig falsches Licht gestellt wird. Kurzum: Das BLB-Kennzeichen wieder ausgraben, die FELS aber begraben – das wäre der richtige Weg für Wittgenstein.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Herzlichen Dank für Ihr Votum! Mit 8,6 % der Erststimmen haben wir unser Ergebnis im Wahlkreis Siegen-Wittgenstein II im Vergleich zur Landtagswahl 2005 annähernd verdoppeln können. Bei den Zweitstimmen sieht es sogar noch besser aus: 9,4 %, darunter zweistellige Ergebnisse in den Städten Kreuztal, Hilchenbach und Netphen. Auch in den Wittgensteiner Kommunen konnte Bündnis 90/Die Grünen deutliche Zuwächse verzeichnen; in allen Städten und Gemeinden des Wahlkreises wurde die 5%-Marke übertroffen. Nun gilt es, auf Landesebene ein Höchstmaß grüner Inhalte umzusetzen und der Region Siegerland-Wittgenstein eine starke Stimme in Düsseldorf zu geben. In welcher Konstellation dies geschehen wird, werden die nun folgenden Sondierungs- und ggf. Koalitionsgespräche zeigen.
Das Direktmandat im Wahlkreis Siegen-Wittgenstein II geht an Frau Monika Brunert-Jetter von der CDU. Dazu herzlichen Glückwunsch!
Ein Sieg der Vernunft: Aus für die Bundesfernstraße Olpe - Hattenbach!
Zum Aus für den Lückenschluss der A 4 zwischen Olpe und Hattenbach erklären die grünen Landtagskandidaten Johannes Remmel und Florian Kraft:
„Der von uns seit langem mit Nachdruck geforderte Stopp aller Planungen ist ein Sieg der Vernunft. Das prognostizierte Verkehrsaufkommen rechtfertigt in keinster Weise die geschätzten Kosten von 1,7 Milliarden Euro sowie die massiven Eingriffe in Natur und Landschaft. Außerdem können die hohen Planungskosten ab sofort eingespart werden. Die kostbaren Steuergelder sind vielmehr für ein sinnvolles Verkehrskonzept einzusetzen, welches neben dem Ausbau bestehender Verkehrswege auch verstärkt auf den Bus- und Schienenverkehr setzt.
Damit muss auch Landrat Paul Breuer endlich einsehen, dass die Pläne für eine „Entwicklungsachse“ zwischen Olpe und Hattenbach nicht realisierbar sind. Er sollte stattdessen auf örtliche Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation setzen und die Planungen zum Ausbau der bestehenden Verkehrswege zwischen Siegerland und Wittgenstein vorantreiben. Dazu gehören neben einem teilweise 3-spurigen Ausbau der B 62 auch die Beseitigung des unfallträchtigen Bahnübergangs Altenteich sowie eine Sanierung der L 719 zur Siegquelle.“
"Entdemokratisierung der Gesellschaft durch G8" - Claudia Roth bei Podiumsdiskussion im KrönchenCenter
Johannes Remmel, Claudia Roth und Florian Kraft (v.r.) im KrönchenCenter
Durch die Fülle des Lernstoffs und die erhöhte Stundenzahl bleibe den Schülerinnen und Schülern keine Zeit für Mitarbeit in Schulgremien und gesellschaftliches Engagement in Initiativen oder sozialen Organisationen, so Claudia Roth, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. Sie nahm teil an einer Podiumsdiskussion zu Bildungspolitik und Zukunft der Schulen. Dies setze sich an den Hochschulen fort durch die Verschulung der Studiengänge. Sie fordert, dass Demokratie und demokratisches Handeln verstärkt zum Unterrichtsthema wird, genauso wie ökologische Themen, damit die Schüler und Schülerinnen den Herausforderungen der nächsten Jahre und Jahrzehnte gewachsen sein werden.
Die Hauptaufgabe der Bildungspolitik der Zukunft sei die Schaffung von Bildungsgerechtigkeit: nicht mehr der Nachname und die soziale Herkunft dürfe entscheidend sein für den erreichten Schulabschluss. Claudia Roth möchte möglichst lange gemeinsamen Unterricht für alle: Förderschulen fördern nicht, sie selektieren aus.
Neben Roth saßen Johannes Remmel und Florian Kraft, die beiden grünen Kandidaten für die Landtagswahl in Siegen-Wittgenstein und Peer Ball-Engelkes auf dem Podium. Remmel kritisierte die Aufhebung der Schulbezirke für Grundschulen und wies auf die hierdurch bedingte Entstehung von „Ghetto-Schulen“ hin. Er betonte den Bedarf für eine weitere Gesamtschule in Siegen-Wittgenstein und forderte ein Ende der Behinderungspolitik gegen Gesamtschulen.
Florian Kraft betonte das Recht auf Ausbildung. Gerade in Bezug auf die berufliche Ausbildung sieht er in NRW besonderen Handlungsbedarf, um der Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften gerecht werden zu können.
Peer Ball-Engelkes berichtete aus seinem beruflichen Alltag als Gesamtschullehrer und forderte von den Schulpolitikern verstärktes Nachfragen und Zuhören bei den Akteuren in den Schulen, Schülern, Lehrern und Eltern, und ein Abkehr von dem planlosen Aktionismus der letzten Jahre.
Die rege Diskussion unter den zahlreichen Besuchern wurde von Daniela Schneckenburger, Landesvorsitzende von Grünen in NRW moderiert, die auf die grundsätzliche Bedeutung des anstehenden Landtagwahl und die Chance auf einen Richtungswechsel in der Bildungspolitik hinwies.
Claudia Roth zu Gast in Kreuztal
Hilchenbacher Grüne verzichten zugunsten von PUSH auf Plakatwerbung
v.l.: Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab, Heike Kühn, Christiane Natusch, Kämmerer Udo Hoffmann, Florian Kraft und Roman Mengel
Die Hilchenbacher Grünen haben sich entschieden, auf eine Plakatierung im Landtagswahlkampf zu verzichten. Dazu erklärt das Sprecherteam Dörr/Neuhaus: „Wir setzen auf die persönliche Ansprache sowie die Information der Bürgerinnen und Bürger über eine zentrale Wahlzeitung, die in Kürze an alle Haushalte zugestellt wird. Lachgesichter in den Wind zu hängen, halten wir nicht für sehr aufschlussreich und verzichten deshalb darauf. Die freiwerdenden Wahlkampfmittel setzen wir sinnvoller ein, nämlich zur finanziellen Unterstützung der Jugendpflege.“
Zu diesem Zweck haben die Grünen gemeinsam mit ihrem Landtagskandidaten Florian Kraft jetzt eine Spende in Höhe von 500 Euro in Anwesenheit von Bürgermeister Hans- Peter Hasenstab und Kämmerer Udo Hoffmann an die städtischen Jugendpfleger Heike Kühn und Roman Mengel übergeben: „Damit fördern wir das große Konzert die Hilchenbacher Jugendbands PUSH am 7. Mai in der Aula der Realschule.“ Die städtischen Vertreter bedankten sich bei den Grünen für die Spende.
Podiumsdiskussion zur FELS in Unglinghausen
Auf Einladung der Siegerländer und Wittgensteiner Bürgerinitiativen diskutierten die Landtagskandidaten Monika Brunert-Jetter (CDU), Falk Heinrichs (SPD), Ferdi Heimel (FDP), Ullrich Georgi (Die Linke) und Florian Kraft (Grüne) über die Fernstraßenpläne in Siegen-Wittgenstein. In der Bürgerbegegnungsstätte Unglinghausen entwickelte sich unter der Moderation von Jochen Billich eine kontroverse Diskussion über Kosten und Nutzen von Ferndorf-Eder-Lahn Straße (FELS) und "Entwicklungsachse Kreuztal-Hattenbach".
Mehr Informationen im Bericht der Siegener Zeitung (Download)
Hochschulpolitischer Tag mit Kai Gehring, MdB
Auf Einladung des Kreisverbandes der Grünen Siegen-Wittgenstein besuchte der hochschulpolitische Sprecher der Grünen Bundestagsfraktion, Kai Gehring, am vergangenen Freitag die Universität Siegen. Gemeinsam mit dem heimischen Grünen-Abgeordneten Johannes Remmel und dem Landtagskandidaten für das nördliche Siegerland und Wittgenstein, Florian Kraft, diskutierte er über Perspektiven für eine gerechte und nachhaltige Hochschulpolitik. Auch ein Gespräch mit dem Prorektor der Universitat, Prof. Thomas Mannel, dem Kanzler, Dr. Johann Peter Schäfer, sowie der Uni-Solar-Gruppe stand auf dem Programm des grünen Hochschulexperten.
Renate Künast zu Gast im Siegerland
Die Vorsitzende der Grünen Bundestagsfraktion, Renate Künast, besuchte jetzt den Birkenhof in Wilnsdorf-Wilgersdorf. Nach einer Führung über das Hofgelände des ökologisch arbeitenden Betriebs diskutierte sie gemeinsam mit den heimischen Landtagskandidaten Johannes Remmel und Florian Kraft über Perspektiven einer zukunftsorientierten, ökologischen Agrarpolitik.
Im Anschluss an den Besuch in Wilgersdorf stand ein Besuch des Grünen Wahl-Standes in der Siegener Bahnhofstraße auf dem Programm. Dort stellte sie sich den Fragen der zahlreichen Besucher zu aktuellen politischen Themen.
Sylvia Löhrmann und Florian Kraft beim "Bildungs-Brunch" in Bad Laasphe
Im Rahmen ihrer "Bildungstour" durch NRW gastierte unsere Spitzenkandidaten Sylvia Löhrmann am 10. April in Bad Laasphe. Im Gasthaus "Zur Sonne" diskutierte sie gemeinsam mit dem örtlichen Landtagskandidaten Florian Kraft und zahlreichen interessierten Gästen über Perspektiven für die Schule der Zukunft.
Wittgenstein wird Grün! - Auf Plakate-Tour durch Erndtebrück und Bad Berleburg
Auf dem Dorfplatz von Wunderthausen (Fotos: Eimo Enninga)
Strahlender Sonnenschein, frühlingshafte Temperaturen – bei optimalen äußeren Bedingungen habe ich mich gemeinsam mit Eimo Enninga vom Siegener Stadtverband auf den Weg ins Wittgensteiner Land gemacht und dort zahlreiche Orte mit Wahlplakaten bestückt. Ob Girkhausen, Elsoff oder Richstein – die Tour durch die schönen Wittgensteiner Dörfer hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich habe mich gerne selbst an der Verteilung der Plakatständer beteiligt - ganz besonders in einer landschaftlich so reizvollen Gegend wie Wittgenstein.
SYLVIA LÖHRMANN KOMMT NACH BAD LAASPHE!
Die Spitzenkandidatin der Grünen für die NRW-Landtagswahl, Sylvia Löhrmann, macht im Rahmen ihrer „Bildungstour“ Station in Wittgenstein. Am 10.04.2010 gastiert Sie im Gasthaus „Zur Sonne“ in der Altstadt von Bad Laasphe. Zur Diskussion über eines der bedeutendsten landespolitischen Themen lade ich Sie – gemeinsam mit dem Stadtverband Bad Laasphe – herzlich ein.
Weitere Informationen s. Download unten
"Die Schule der Zukunft" - Podiumsdiskussion mit SchülersprecherInnen heimischer Schulen
Podiumsdiskussion in der Siegerlandhalle: v.l.: Philipp Höfer, Andreas Hofheinz, Magdalena Bingener, Marius Imhof und Lea Randolf
Wie sehen Schülerinnen und Schüler die Schule der Zukunft? – über diese Frage diskutieren SchülersprecherInnen heimischer Schulen auf Einladung des Kreisverbandes der Grünen Jugend Siegen-Wittgenstein. Im Spandauer Saal der Siegerlandhalle entwickelte sich ein angeregter Austausch mit interessierten Gästen, darunter Schüler und Lehrer von Schulen aus der Region.
„Schule und Bildung sind vielschichtige Themenfelder, über die man kontrovers diskutieren kann“, betont Florian Kraft, Sprecher der Grünen Jugend. Die vorgetragenen Argumente bestätigten dies. So gab es unterschiedliche Vorstellungen über die zukünftige Ausrichtung unseres Schulsystems.
Nachhaltige Arbeitsplätze für unsere Zukunft - Remmel und Kraft zu Besuch bei der Fuhrländer AG
v.l.: Florian Kraft, Walter Lutz (Fa. Fuhrländer) und MdL Johannes Remmel
Mit dem Besuch der Fuhrländer AG in Liebenscheid setzten die Siegen-Wittgensteiner Grünen ihre Tour durch die Betriebe in der Region fort. Der heimische Landtagsabgeordnete Johannes Remmel und der Landtagskandidat für den Wahlbezirk Siegerland-Nord/Wittgenstein, Florian Kraft, informierten sich vor Ort über die Philosophie des weit über die Region hinaus bekannten Herstellers von Windkraftanlagen. Walter Lutz, im Unternehmen zuständig für Public Relations, erläuterte die Struktur des Betriebes, welcher neben dem Produktbereich Windkraft auch das Restaurant auf der Fuchskaute, dem höchsten Berg des Westerwaldes, betreibt.
Die Fuhrländer AG zählt zu den wenigen nicht konzernorientierten Herstellern weltweit. In den beiden Werken am Siegerland-Flughafen und dem einige Kilometer entfernten Waigandshain sind zur Zeit 500 Mitarbeiter beschäftigt, davon 150 Auszubildende. Die hohe Ausbildungsquote gehört zur Philosophie des Unternehmens, welches bewusst auf Heterogenität setzt und Menschen mit unterschiedlichsten Voraussetzungen die Möglichkeit gibt, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. „Der Mensch steht bei uns im Mittelpunkt“, betont Walter Lutz, wobei alle Auszubildenden in einer adäquaten Weise betreut werden. So bietet das Unternehmen beispielsweise Trainingsprogramme für lernschwächere Auszubildende an – mit dem Ziel, allen einen Abschluss und eine anschließende dauerhafte Beschäftigung im Betrieb zu ermöglichen. „Das starke soziale Engagement der Fuhrländer AG ist ein wichtiger Beitrag zur Chancengleichheit auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt“, betonte Johannes Remmel. Darüber hinaus trägt es auch zum wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens bei.
Mit der Herstellung von Windenergieanlagen bedient Fuhrländer einen Markt der Zukunft. Der in Zeiten des Klimawandels unumgängliche Wechsel zu einem Mix aus regenerativen Energien lässt der Windkraft einen hohen Stellenwert zukommen. „Der Erfolg der Fuhrländer AG belegt die Zukunftsfähigkeit einer nachhaltigen Wirtschaft sowohl für die Umwelt als auch für den Arbeitsmarkt“, erklärt Florian Kraft. Der Ausbau regenerativer Energien biete ein großes Potential für die Schaffung zahlreicher Arbeitsplätze.
Zur Philosophie des Unternehmens gehört ferner die Verbundenheit mit der Region. In diesem Zusammenhang steht auch die Übernahme des Restaurants auf der Fuchskaute, welches zu einem beliebten Treffpunkt für Einheimische und Gäste geworden ist. Unter dem Motto „Die Welt zu Gast im Westerwald“ möchte Fuhrländer auf diese Weise einen Beitrag zur Entwicklung des heimischen Tourismus liefern.
„Rom grüßt Westerwelle“ – Grüne Siegen-Wittgenstein demonstrieren gegen die Hartz-IV-Polemik des FDP-Vorsitzenden
Dr. Peter Neuhaus und Florian Kraft während der Demonstration vor der Siegerlandhalle
Anlässlich des FDP-Landesparteitages in Siegen demonstrierten der Kreisverband der Grünen Siegen-Wittgenstein und die Grüne Jugend gegen die Aussagen des FDP-Vorsitzenden zur Hartz-IV-Problematik. „Aus unserer Sicht ist es inakzeptabel, wie Westerwelle Menschen, die staatliche Unterstützung benötigen, undifferenziert als NichtstuerInnen darstellt, die es sich auf Kosten der LeistungsträgerInnen in der sozialen Hängematte gemütlich machen und für den Niedergang unseres Gemeinwesens verantwortlich sein sollen", erklären Florian Kraft und Dr. Peter Neuhaus, Sprecher der Grünen Jugend bzw. des Grünen-Kreisverbandes. "Dass die FDP-Polemik ausgerechnet gegen die Schwächsten in unserer Gesellschaft auch sachlich voll daneben ist", so Neuhaus und Kraft weiter, "hat nun zum wiederholten Mal der Paritätische Gesamtverband deutlich gemacht. Es stimmt eben nicht, dass die, die arbeiten, weniger haben, als die, die nicht arbeiten. Wer so redet, der sagt schlicht die Unwahrheit! Solange die Bundesregierung die ARGEn erst bei einem Aufstocker-Lohn von 'deutlich unter 3 €' zum Einschreiten gegen ausbeuterische ArbeitgeberInnen auffordert, ist klar, wer sich in Wirklichkeit der spätrömischen Dekadenz erfreut."
Grüne besuchen die Firma Walzen Irle in Netphen-Deuz
Die Siegen-Wittgensteiner Grünen besuchte jetzt die Firma Walzen Irle in Netphen-Deuz, einen der traditionsreichsten metallverarbeitenden Betriebe im Siegerland. Helga Rock, Vorsitzende der Grünen Kreistagsfraktion, MdL Johannes Remmel und der Landtagskandidat im Wahlbezirk 127, Florian Kraft, informierten sich im Gespräch mit den Geschäftsführern Dr. Jaxa von Schweinichen und Rainer Schneider sowie dem Betriebsleiter Instandhaltung, Walter Vitt, über die aktuelle Situation des Unternehmens und erhielten während einer Besichtigung des Betriebs Einblick in die Abläufe bei der Walzenherstellung.
v.l.: Dr. Jaxa von Schweinichen (Geschäftsführer Walzen Irle), Helga Rock (Vorsitzende Kreistagsfraktion Grüne), Florian Kraft und Johannes Remmel (MdL)
Auch die Firma Walzen Irle habe mit den Auswirkungen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise zu kämpfen, betonte Dr. von Schweinichen. Mit dem Instrumentarium der Kurzarbeit sei es bislang jedoch möglich, auf Entlassungen zu verzichten. Ohnehin bekennt sich das Unternehmen in besonderer Weise zu seinen Mitarbeitern und dem Firmenstandort Deuz. Dies schlägt sich auch in zahlreichen Investitionen in das Werk im Siegerland nieder. Helga Rock, auch Fraktionsvorsitzende der Netphener Grünen, betonte den Stellenwert des Unternehmens für die Region.
Johannes Remmel wies ferner darauf hin, dass insbesondere die Ausbildung junger Fachkräfte in heimischen Unternehmen einen wesentlichen Faktor für die zukünftige Entwicklung unserer Wirtschaftsregion darstelle. Auch hier ist man bei Walzen Irle sehr gut aufgestellt; Dr. von Schweinichen erklärte, dass man mit 40 Auszubildenden deutlich über den geforderten Werten liege. Den Stellenwert von Bildung betonte auch Florian Kraft. So sei eine Kooperation mit Schulen, beispielsweise in Form von Firmenbesuchen oder Berufspraktika, für Schulen und Unternehmen gewinnbringend.
Remmel und Kraft stellten zudem die Bedeutung von Innovationsprozessen heraus – insbesondere im Hinblick auf die Optimierung der Produktion im Sinne von Material- und Energieeffizienz. Auf diese Weise werden neben der Stärkung des Unternehmens durch Kosteneinsparungen vor allem Belange von Umwelt- und Klimaschutz berücksichtigt. Dr. von Schweinichen wies darauf hin, dass Innovation am Standort eine bedeutende Rolle spiele. So wurden bei Walzen Irle Gussverfahren entwickelt, die besonders effizient im Hinblick auf Material und Energieeinsatz sind. „Dies ist aus unserer Sicht auch ein Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit des Standortes, der gleichzeitig zum Unweltschutz beiträgt“, erklärte Geschäftsführer Rainer Schneider.
„Klimawandel – keine Lüge!“ - Günter Pulte und Florian Kraft zu Gast beim Offenen Grünen Abend in Hilchenbach
Diskussionsrunde zum Klimawandel in Hilchenbach
Die Hilchenbacher Grünen setzten ihre Reihe offener Abende jetzt in der Jugendhergberge am Ort mit dem Thema „Klimawandel – alles Lüge?“ fort. Zu Gast waren der Landtagskandidat der Grünen für das nördliche Siegerland, der 24-jährige Lehramtsstudent Florian Kraft, sowie der Geschäftsführer des Hilchenbacher Bürgerwindparks, Günter Pulte.
Die im Vorfeld der internationalen Klimakonferenz in Kopenhagen laut gewordenen Zweifel an der Zuverlässigkeit der Klimaprognosen sowie die aktuelle Kritik an der Führungsspitze des UN-Klimarates (IPCC) bildeten den Hintergrund für die Themenstellung des Gesprächsabends. „Was dort gelaufen ist, war der Klimadebatte sicher nicht unbedingt zuträglich“, so Florian Kraft, „aber es ändert nichts daran, dass der anthropogene Klimawandel mitsamt seinen katastrophalen Auswirkungen für Mensch und Umwelt eine Tatsache ist, die von 97 Prozent der damit beschäftigten Wissenschaftler nicht in Zweifel gezogen wird. Daran ändern auch die sicher ärgerlichen Zahlendreher im letzten Bericht des IPCC nicht das Geringste.“
Günter Pulte (re.), Geschäftsführer des Bürgerwindparks Hilchenbach, und Florian Kraft
"Regionale Strukturen nachhaltig stärken" - MdB Friedrich Ostendorff zu Gast in Wittgenstein
Friedrich Ostendorff, MdB (Grüne) und Bio-Landwirt aus Bergkamen, besuchte jetzt auf Einladung des Grünen Kreisverbandes Siegen-Wittgenstein sowie des Ortsverbandes Erndtebrück das Wittgensteiner Land, um gemeinsam mit Landwirten unserer Region über Perspektiven zur Entwicklung einer nachhaltigen Landwirtschaft zu diskutieren. Neben einer Hofbesichtigung bei Landwirt Siegfried Treude in Erndtebrück-Birkefehl stand eine Vortrags- und Diskussionsrunde im Gasthaus „Zum Nachtwächter“ im Nachbarort Schameder auf dem Programm.
Diskussionsrunde in Schameder: v.l.: Almut Treude-Krönert (Grüne Erndtebrück), Florian Kraft, Friedrich Ostendorff, Dr. Peter Neuhaus (Kreissprecher Grüne)
Im Gespräch mit Friedrich Ostendorff und Landwirt Siegfried Treude
berichterstattung_sz_06-02-10.doc
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Grüne Perspektiven nachhaltiger Agrarpolitik
Regionale Strukturen nachhaltig stärken – an diesem Leitgedanken muss sich eine zukunftsfähige Agrarpolitik orientieren. Die einseitige Exportorientierung unserer Landwirtschaft führt zwangsläufig zu einer existenziellen Bedrohung kleiner Betriebe, insbesondere in naturräumlich benachteiligten Regionen wie dem Rothaargebirge. Es darf nicht zugelassen werden, dass Betriebe vor der Entscheidung „Wachsen oder Weichen“ stehen; Subventionen dürfen nicht nur in die Expansion von Betrieben fließen, sondern müssen vielmehr zur Unterstützung einer bäuerlichen Landwirtschaft dienen, welche nicht zuletzt auch Natur- und Artenschutz integriert. Eine weitere Steigerung der Produktion von Fleisch und Milch hingegen führt zu Formen der Massentierhaltung, welche mit unserem Verständnis von artgerechter Tierhaltung nicht mehr zu vereinbaren sind.
30 Jahre GRÜNE in Siegen-Wittgenstein - Festakt in Kreuztal
Festakt zum 30jährigen Jubiläum: (von links) Florian Kraft, Prof. Rita Süssmuth, Dr. Peter Neuhaus (Foto: Westfälische Rundschau, 22.10.2010)
„30 Jahre Grün – Das ist erst der Anfang!“
Mit einem Festakt in der Weißen Villa Kreuztal feierte der Grüne Kreisverband Siegen-Wittgenstein am 22.01.2010 sein 30-jähriges Bestehen. Als Festrednerin referierte Prof. Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a. D., zum Thema „Bildung“. Darüber hinaus stellte MdL Johannes Remmel unser bildungspolitisches Manifest für Siegen-Wittgenstein vor. Helga Rock, Vorsitzende der Kreistagsfraktion und Gründungsmitglied der Grünen in Siegen-Wittgenstein, plauderte aus dem Nähkästchen und blickte so auf die vergangenen 30 Jahre zurück. Mehr Informationen unter den folgenden Links:
7 Wahl-Prüfsteine für eine zukunftsweisende Bildungspolitik
Mit einem bildungspolitischen Manifest startet der GRÜNE Kreisverband Siegen-Wittgenstein in den Landtagswahlkampf. Sieben Wahl-Prüfsteine für eine zukunftsweisende Bildung sowie konkrete Möglichkeiten der Umsetzung auf regionaler Ebene sollen zur Grundlage unserer Bildungspolitik werden. Wir fordern eine sozial gerechte, ganzheitliche Bildung in allen Generationen. Details dazu finden Sie in der Rubrik „Bildungspolitisches Manifest“.
Pressegespräch mit den Landtagskandidaten Johannes Remmel und Florian Kraft
Berichterstattung der Westfälischen Rundschau vom 14.01.2010
Stellungnahme zur Eröffnung des Bedarfshaltes Niederlaasphe am 06.12.2009
Zahlreiche Menschen trotzen dem strömenden Regen und feiern fröhlich ihren neuen Haltepunkt – die Einweihung des Bedarfshaltes in Niederlaasphe verdeutlicht einmal mehr die Bedeutung des Schienenverkehrs in Wittgenstein. Ein ganzes Dorf profitiert von der neu geschaffenen Anbindung an den Schienenverkehr im Oberen Lahntal und darüber hinaus; der Bedarfshalt bietet nicht nur Schülern und Berufspendlern deutlich mehr Mobilität.
Für mich erweist sich die Eröffnung des neuen Haltepunktes als wichtiger Baustein für ein zukunftsorientiertes Verkehrskonzept im ländlich geprägten Raum Wittgenstein. Mit der Rothaar- und der Oberen Lahntal-Bahn besitzt die Region eine sehr gute Schieneninfrastruktur, die es weiter zu stärken gilt. Dabei geht es neben der Anbindung an benachbarte Regionen wie Siegerland und Kurhessen aber vor allem auch um die Verkehre innerhalb Wittgensteins. Große Flächengemeinden wie Bad Berleburg und Bad Laasphe erfordern ein attraktives Angebot von Bus und Bahn; Bewohner abgelegener Dörfer müssen die Möglichkeit erhalten, über den ÖPNV beispielsweise Schule oder Arbeitsplatz in den Zentren der Region zu erreichen. Dies gelingt jedoch nur durch ein attraktives Angebot mit entsprechenden Fahrplänen und erschwinglichen Preisen.
Zur Steigerung der Attraktivität trägt der neue Bedarfshalt – neben den neu hergerichteten, mit einem Fahrradabteil ausgestatteten Triebwagen – zweifelsohne bei. Ich möchte jedoch mit Nachdruck betonen, dass dies nur ein erster Schritt sein kann und wir den eingeschlagenen Weg konsequent weiter beschreiten müssen. Dazu gehört für mich auch die Wiedereinrichtung eines Bedarfshaltes der Rothaarbahn in Erndtebrück-Womelsdorf, der insbesondere für den Schülerverkehr eine besondere Bedeutung bekäme. Darüber hinaus sind vor allem die Ortschaften Aue-Wingeshausen sowie Berghausen nur über erhebliche Umwege und damit unter großen zeitlichen Verzögerungen zu erreichen. Eine derartige Situation im öffentlichen bzw. Schienenpersonennahverkehr kann den Bürgerinnen und Bürgern Womelsdorfs auf Dauer nicht weiter zugemutet werden.
Kurzum: Ich möchte die Eröffnung des Niederlaaspher Haltes zum Anlass nehmen, für ein zukunftsfähiges Verkehrskonzept zu werben, welches insbesondere die Ressourcen von Bus und Bahn dazu nutzt, die Verkehre in Wittgenstein nachhaltig zu verbessern und eine flächendeckende Mobilität zu gewährleisten.
Berichterstattung zum Info-Abend in Erndtebrück am 10.11.2009
Siegener Zeitung, 12.11.2009
Leserbrief zur Arbeit der Bürgerinitiative Wittgenstein
Betr.: Leserbrief zum Kommentar „Fernstraßenbau: Diskussion ohne Fakten ist nur Stimmungsmache“ (Westfalenpost, 13.10.2009)
Sehr geehrter Herr Rasche,
in Ihrem im Rahmen der Widerstandseichen-Pflanzung bei Stünzel verfassten Kommentar äußern Sie sich sehr kritisch über die Aktivitäten der Wittgensteiner Bürgerinitiative für eine Region ohne Fernstraße. Selbstverständlich respektiere ich Ihre Meinung zu den Fernstraßenplanungen in unserer Region, das gebieten nicht zuletzt die Prinzipien von Demokratie. Dennoch möchte ich an dieser Stelle gerne auf einige Ihrer Aussagen eingehen.
Zunächst einmal empfinde ich es als nicht angemessen, der Bürgerinitiative Unehrlichkeit vorzuwerfen und von „Horrorvisionen“ zu sprechen. So basieren beispielsweise die angefertigten Fotomontagen auf den Informationen aus der 2007 vorgestellten Machbarkeitsstudie für eine Fernstraße Krombach-Hattenbach. Diese ist – einschließlich zugehörigem Kartenmaterial – auf der Homepage des Kreises Siegen-Wittgenstein einsehbar. Auch wenn es sich zunächst einmal „nur“ um eine Machbarkeitsstudie handelt, so zeigt sie doch, wohin der Weg einmal führen könnte. Und mit Verlaub: Wie – wenn nicht in Form von Brückenbauwerken – soll eine Fernstraße beispielsweise das Edertal passieren? Die topographischen Gegebenheiten unserer Mittelgebirgsregion werden Brückenbauwerke mit Sicherheit erforderlich machen.
Mir ist darüber hinaus aufgefallen, dass Sie von einer Bürgerinitiative „gegen die FELS“ sprechen. Das ist sicher richtig, entspricht aber nur der halben Wahrheit. Wie nicht zuletzt aus dem Namen der Initiative ersichtlich wird, streiten die Mitglieder für eine Region Wittgenstein ohne Fernstraße. Das betrifft selbstverständlich die Ferndorf-Eder-Lahn-Straße, darüber hinaus aber auch die bereits mit Nachdruck geäußerte Intention einer Fortsetzung der Trasse im Sinne einer „leistungsfähigen Bundesfernstraße“ nach Hattenbach. Diese ist ja bekanntlich auch Gegenstand der oben angesprochenen Machbarkeitsstudie. Wenn die Bürgerinitiative darüber hinaus von „wachsendem Widerstand“ spricht, kann ich dies durchaus nachvollziehen. Um dies zu belegen, möchte ich auf das im Frühjahr gegründete länderübergreifende „Netzwerk Stop A 4“ hinweisen, welchem mittlerweile annähernd 40 (!) verschiedene Organisationen angehören.
Lassen Sie mich nun noch einige Worte zur Entwicklung der Region Wittgenstein und möglichen Zukunftsperspektiven loswerden: Ich bin nicht glücklich darüber, dass die Maßnahmen zur Stärkung des Wittgensteiner Landes in der Öffentlichkeit zumeist auf den Bau der Ferndorf-Eder-Lahn-Straße reduziert werden. Aus meiner Sicht kann der Bau neuer Fernstraßen und der damit einhergehende enorme Flächenverbrauch in wertvollen Naturräumen keineswegs als Mittel für eine nachhaltige Entwicklung ländlicher Gebiete dienen – gerade dann nicht, wenn die Stärken einer Region, die in diesem Falle vor allem in ihrem naturräumlichen Charakter liegen, dabei gefährdet werden. Ein Entwicklungskonzept muss in meinen Augen auf eine viel breitere Basis gestellt werden. Dies betrifft zum einen die Verkehrsinfrastruktur, insbesondere den punktuellen Ausbau bereits vorhandener Straßen und die Stärkung des Schienenverkehrs in der Region. Darüber hinaus müssen wir dafür sorgen, dass Stärken und Potentiale des Wittgensteiner Landes weiter ausgebaut werden. Zu diesen gehört zweifelsohne der naturnahe Tourismus, dessen Basis – nämlich eine intakte Naturregion – wir durch einen Fernstraßenbau nicht entziehen dürfen. Wenn wir darüber hinaus die Bildungslandschaft vor Ort stärken und den Ausbau alternativer Energien gerade im ländlichen Bereich vorantreiben, können wir eine starke Basis für die Zukunft Wittgensteins schaffen.
Übrigens: Auch Vertreter aus dem Umfeld der hiesigen Wirtschaft sehen Wittgenstein auf einem guten Weg. Wer in den letzten Tagen die lokale Presse verfolgt hat, hat von einem „wirtschaftsfreundlichen Klima“ erfahren – und dies mit der Ergänzung, der ich mich voll und ganz anschließe: „Eine Autobahnanbindung ist nicht alles.“
Mit freundlichen Grüßen,
Florian Kraft
(Bündnis 90/Die Grünen Siegen-Wittgenstein,
Landtagskandidat im Wahlbezirk 127)
Remmel und Kraft einstimmig als Landtagskandidaten ihres Kreisverbandes nominiert
Auf seiner Mitgliederversammlung am 9.10.2009 im Haus der Fraktionen in Kreuztal hat der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen in Siegen-Wittgenstein als erste der im Kreis vertretenen Parteien seine Kandidaten für die Landtagswahlen am 9. Mai 2010 nominiert, und zwar einstimmig: Johannes Remmel für den Wahlbezirk 126 (Siegen, Freudenberg, Neunkirchen, Burbach) und Florian Kraft für den Wahlbezirk 127 (Bad Berleburg, Bad Laasphe, Erndtebrück, Netphen, Kreuztal und Hilchenbach).
Johannes Remmel, der seit 1995 dem Landesparlament angehört parlamentarischer Geschäftsführer sowie
umweltpolitischer Sprecher der grünen Landtagsfraktion ist, reklamierte für die Grünen die ökologische Kernkompetenz und formulierte als seine politischen Hauptziele: "Wir wollen anknüpfen an
das zweistellige Wahlergebnis von 10 Prozent aus dem Jahr 1995, und wir wollen für die Ablösung der schwarz-gelben Regierungskoalition kämpfen."
Der 24-jährige Lehramtsstudent Florian Kraft begründete seine Bewerbung mit dem Wunsch, auch junge Leute für das politische Engagement zu begeistern und schrieb sich neben dem Kampf gegen die
sog. FELS bzw. Bundesfernstraße Kreuztal/Hattenbach vor allem das "Mega-Thema" Bildung auf die Fahnen: "Es geht um mehr Bildungsgerechtgkeit vom Kindergarten bis zur Hochschule!"
